Getränke

Wie viele Getränke pro Gast?

Wie viele Getränke ihr pro Gast einplant, hängt stark von Dauer, Wetter und Gästegruppe ab — deshalb gibt es keine exakte Zahl, nur Richtwerte. Dieser Ratgeber gibt euch Faustregeln für Sekt, Wein, Bier, Wasser und Cocktails, zeigt, was den Bedarf beeinflusst, und wie ihr klug einkauft, damit nichts ausgeht und wenig übrig bleibt.

Stand: Juli 2026

Wie viele Getränke braucht man pro Gast?

Als grober Richtwert plant man über einen ganzen Hochzeitstag hinweg pro Gast rund ein Flaschen-Äquivalent Wein beziehungsweise mehrere Gläser verteilt über den Abend ein. Das ist bewusst eine Faustregel und keine exakte Zahl: Der tatsächliche Bedarf hängt stark von der Dauer der Feier, vom Wetter und von der Gästegruppe ab.

Genau deshalb bringt Scheingenauigkeit hier nichts. Eine Sommerhochzeit im Garten mit langer Party braucht deutlich mehr als ein kurzer Sektempfang mit Kaffee und Kuchen. Nutzt die folgenden Richtwerte als Ausgangspunkt und passt sie an eure konkrete Feier an — lieber grob großzügig planen als sich auf eine vermeintlich exakte Formel verlassen.

Richtwerte nach Getränk

Die folgenden Mengen sind Richtwerte pro Gast über den gesamten Tag — als Faustregel gedacht, nicht als feste Vorgabe. Sie helfen euch, eine Einkaufsliste aufzustellen, die ihr dann an Dauer und Gästegruppe eurer Feier anpasst.

Richtwerte pro Gast über den gesamten Hochzeitstag, als Faustregel
FunktionRichtwert pro GastHinweis
Sektempfang1–2 GläserZum Empfang und Anstoßen; alkoholfreie Variante mitdenken.
Weinca. 0,5 l (Richtwert)Grob je zur Hälfte weiß und rot; nach Gästegruppe verschieben.
Bierstark nach GästegruppeBei bieraffinen Gästen deutlich mehr, sonst weniger einplanen.
Wasser & Softdrinksreichlich, ca. 0,75–1 lLieber großzügig — vor allem bei Hitze und langem Tanzen.
Signature Drink / Cocktails1–2Als Highlight am Abend; auch als Mocktail anbieten.

Was beeinflusst den Bedarf?

Der Getränkebedarf schwankt von Hochzeit zu Hochzeit erheblich. Diese fünf Faktoren entscheiden, ob ihr eher am unteren oder oberen Rand der Richtwerte plant:

  • Dauer der Feier: Je länger gefeiert und getanzt wird, desto mehr wird getrunken — besonders alkoholfreie Getränke.
  • Jahreszeit und Hitze: An heißen Sommertagen steigt vor allem der Bedarf an Wasser, Softdrinks und leichten, spritzigen Getränken.
  • Altersstruktur: Eine junge Feiergesellschaft trinkt anders als ein überwiegend älterer oder familiärer Gästekreis.
  • Offene vs. begrenzte Bar: Ist alles inklusive, wird tendenziell mehr getrunken als bei einer begrenzten Auswahl oder Selbstzahler-Bar.
  • Anteil der Nicht-Trinker: Fahrer:innen, Schwangere, Kinder und alle ohne Alkohol verschieben den Bedarf klar zu Wasser und Softdrinks.

Lieber etwas mehr — mit Rücknahme

Plant lieber etwas großzügiger und kauft auf Kommission ein: Viele Getränkehändler nehmen ungeöffnete Flaschen und Kisten nach der Feier zurück. So könnt ihr einen komfortablen Puffer einplanen, ohne auf Überschuss sitzen zu bleiben — nichts ist ärgerlicher, als wenn mitten in der Party etwas ausgeht.

Klärt vorab schriftlich, was zurückgenommen wird und bis wann. Geöffnete oder gekühlte Ware ist meist ausgeschlossen, ungeöffnete Gebinde dagegen fast immer. Und denkt an ausreichend alkoholfreie Optionen für Fahrer:innen, Schwangere und Kinder — die brauchen über den Tag oft mehr Wasser und Softdrinks, als man zunächst annimmt.

Auf die Getränkekarte damit

Steht die Menge, hilft eine übersichtliche Getränkekarte allen: Eure Gäste sehen auf einen Blick, was es gibt, und die Bar arbeitet schneller, weil nicht ständig nachgefragt wird. Wenn die Getränkekarte im selben Design wie eure Menükarte gestaltet ist, wirkt die Tafel zudem wie aus einem Guss.

Gut zu wissen

Häufige Fragen zu Getränkemengen